Dialektik ohne Dialog: Der intersubjektive Zugang in der Analytischen Psychologie

Lilian Otscheret
München, Germany
Deutsche Gesellschaft für Analytische Psychologie

In der modernen Psychoanalyse hat ein radikaler Paradigmenwechsel stattgefunden: die Ein-Personen Psychologie wird durch eine Zwei-Personen-Perspektive ergänzt.

Der Blick auf intrapsychische Konflikte und Strukturprobleme erweitert sich um ein interaktionelles und interpersonelles Verständnis des therapeutischen Prozesses und seiner Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomene, ohne dass dabei die für einen analytischen Prozess notwendige Asymmetrie in der Patient-Therapeut-Beziehung aufgegeben wird.

Wir können immer besser erkennen, dass der Psychoanalytiker die sich entfaltende Beziehung genuin mitbestimmt. Deshalb müssen wesentliche Bereiche der Metapsychologie und der psychotherapeutischen Technik neu überdacht und definiert werden. C.G. Jung hat das für uns Analytische Psychologen schon vorweg genommen mit seiner Ablehnung einer definierten analytischen Technik, mit seinem Verständnis der Wechselseitigkeit des Übertragungs- und Gegenübertragungs-geschehens und seiner Betrachtung der Analyse als reziprokem und dialektischem Prozess.

Ich werde in meinem Vortrag der Parallelität von Jungs praktisch orientierten Schriften und der Intersubjektivitätstheorie nachgehen und mich mit der Frage beschäftigen, welche Auswirkung Jungs Beschränkung auf den dialektischen Denkmodus und seine tendenzielle Abwertung des dialogischen Prinzips auf uns Postjungianer heute noch hat.

1. Wie modern ist Jung im Vergleich zur Intersubjektivitätstheorie?

Wenn man Jungs frühe Schriften zur Technik der Behandlung (1929, Probleme der Psychotherapie, 1935, Grundsätzliches zur Psychotherapie) studiert, zeigt sich ein umfassender Zugang zur Intersubjektivität. Man könnte in Jung den direkten Vordenker der Intersubjektivität sehen, er entwickelte jedoch kein ausreichendes theoretisches Konzept zur Behandlungstechnik.

Jung stellt zwar die subjektive Resonanz und die auf einem gemeinsamen Unbewussten beruhende Beziehung in den Mittelpunkt, verlässt dann aber die Beziehungsebene zu Gunsten einer introvertierten Auffassung vom Prozess der Individuation.

a) Von der Ein- zur Zwei-Personen-Psychologie, vom objektiven zum teilnehmenden Beobachter, von der Abstinenz zur Interaktion: die Conjunctio

Am deutlichsten zeigt sich der Paradigmenwechsel in der Sicht der therapeutischen Beziehung in der Übertragungs- und Gegenübertragungsperspektive. Der interaktionelle Übertragungsbegriff (Bettighofer, 1998) beschreibt eine intensive Interaktion von Analytiker und Patient. Beide reagieren subtil aufeinander und gestalten die Übertragung und die therapeutische Beziehung aktiv. Es gibt keine Möglichkeit, sich nicht zu involvieren, weder durch Passivität (Schweigen, Nichtstun und Zurückhaltung) noch durch den Versuche, abstinent zu sein. Neutralität und Abstinenz wirken auch wie Handlungen intensiv auf den Patienten ein.

Die Wahrnehmungen des Patienten enthalten bei aller Übertragung stets einen „Wahrheitskern“.

Jung beschrieb solche Prozesse in seinem Verständnis der Übertragung, in dem sich zwei Unbewusste begegnen und ineinander verschränken. Er charakterisierte die Übertragung unter dem Aspekt der conjunctio oder der göttlichen Ehe und verglich sie mit einer chemischen Reaktion, in der zwei Substanzen miteinander reagieren und sich beide ändern (1946, GW 16, §358).

Jung hat nicht zwischen Übertragung und Projektion unterschieden und erlebt Übertragung und reale Beziehung eher als „Komplikation“. Er schrieb (1946, GW 16, §359), dass er es vorziehe, wenn die Übertragung nur mild verlaufe, weil einen das viel weniger in Anspruch nehme.

Im therapeutischen Prozess werden unbewusste Inhalte wechselseitig projiziert. Dies führt nach Jung zu einer „Atmosphäre der Illusion“, in der Übertragungen und Transformationen stattfinden, aber auch ständige Fehlkommunikationen (1946, GW 16, §383). Der Wahrheitskern der Übertragung wird nicht beachtet. Mit seiner Konzentration auf die archetypische Übertragung entfernte sich Jung noch weiter von der Beachtung der realen Beziehung.

Jung erkannte als einer der ersten den klinischen Nutzen der Gegenübertragung, allerdings ohne es sie in differenzierter Weise zu bearbeiten. Zur Illustration der neurotischen Gegenübertragung zog er das Bild der „psychischen Infektion“ heran (1946, GW 16, §365).

b) Von der Anwendung analytischer Regeln zur optimalen Antwortbereitschaft (responsiveness): die Analyse als Kunst

In der Psychoanalyse war man stets auf der Suche nach der „Idealtechnik“. Erst mit der Selbstpsychologie setzte sich die Auffassung vom „ausreichend guten Therapeuten“ und der „optimalen Antwortbereitschaft“ (Wolf, 1996) durch. Man versuchte nun primär, dem Patienten und nicht mehr so sehr dem behandlungstechnischen Regelwerk gerecht zu werden.

Orange et. al. (2001) haben diese Haltung als emphatischintrospektive Erforschung bezeichnet. Die forschende Haltung soll erhellen, was das Erleben des Patienten (Empathie) und das Erleben des Analytikers (Introspektion) unbewusst organisiert und Licht auf das psychische Feld werfen, das durch die Wechselwirkung beider Beteiligten geschaffen wird (Intersubjektivität).

Dementsprechend sieht Jung die Analyse als einmaligen, individuellen Prozess, als Kunst (1929, GW 16, §153) und nicht als technisches Verfahren (1935, GW 16, §6). Jede Behandlung „bedeutet Pionierarbeit und jede Spur von Routine entpuppt sich als Irrweg“ (1946, GW 16, §367).

Gegenüber der analytischen Orthodoxie war es ausgesprochen kühn Psychoanalyse als „dialektischen Prozess“(1959, GW 16, § 239), zu sehen, an dem zwei Menschen beteiligt sind, deren Interaktion zweigleisig verläuft und in der beide Beteiligte als gleichberechtigt gesehen werden müssen (1921, GW 16, § 289).
Mit dem Gedanken des „Affiziert-Werdens“ des Analytikers durch den Patienten hat Jung auch Grundideen der Kleinianer vorweggenommen: Der Analytiker ist ein Container (Bion), in welchen der Patient via projektiver Identifikation seine heftigen Gefühle deponieren kann (wie das Baby bei der Mutter, die diese dann entgiftet). Dies entspricht dem Jungschen „Affiziert werden“ und „Übernahme des Leidens“. Sein Symmetrie – und „Infektions„ – Gedanke wurde allerdings nicht in eine praktische Behandlungstechnik umgesetzt (1946, GW 16, §358). Die wenigen behandlungspraktischen Darstellungen Jungs beschränken sich meist auf Deutungen des „Materials aus dem Unbewussten“, wobei die Beziehung des Ichs zu den Inhalten des Unbewussten gefördert werden soll.
Die moderne Psychoanalyse „versteht“ dagegen anhand von Entwicklung. Einen Menschen psychoanalytisch zu verstehen, heißt zu begreifen, wie er sich entwickelt hat und wer er geworden ist. Jung hat das geschichtlich gewordene des Menschen als „Anpassung nach außen“ relativ abgewertet gegenüber der intrapsychischen Sichtweise des Individuationsprozesses.
Die intersubjektive Methode strebt eine weitgehende Symmetrie der Beziehung an, dennoch bleibt unumstritten: „Der eine behandelt, der andere wird behandelt!“. Asymmetrie ist eine Manifestation der Technik. Es ist eine Illusion, die Unvereinbarkeit von Beziehung und Technik aufheben zu können (Lesmeister, unveröffentlichtes Seminar 2004).

Der Analytiker ist dafür verantwortlich, die analytische Beziehung analytisch zu halten und zwar immer, zu jedem Zeitpunkt (Mitchell, 2004).

c) Von der Deutung zur Beziehung: die Amplifikation

Die klassische Auffassung der Deutung – der Analytiker als Detektiv (Haubl u. Mertens 1996) – kann dazu führen, dass der Analytiker überwiegend mit sich und dem Auffinden der richtigen Deutung beschäftigt ist. Wir wissen heute, dass die therapeutische Wirkung nicht primär von der Richtigkeit einer Deutung abhängig ist, die das explizite Wissen erweitert, sondern auch davon, dass sie im gemeinsamen Feld der impliziten Beziehung (Stern) Resonanz findet und Veränderung bewirkt.
Beziehung und Deutung stehen in einem komplexen dialogischen Verhältnis zueinander. Deuten beinhaltet immer eine Frustration oder Verletzung, denn sie ist ein triangulierendes Drittes und balanciert damit die verschmelzenden Aspekte des Dyadischen aus. Ist Ambivalenztoleranz erreicht, kann diese Frustration, die im Triangulierungsgeschehen implizit vorhanden ist, Entwicklung fördern. Deutung als Triangulierung muss, wenn sie gelingen soll, als Anerkennungsprozess verlaufen, d. h. der Andere muss als Anderer wahrgenommen werden. Anerkennung und Deutung stehen auch hier in einem dialogischen Widerspruch.
Stern (2002) spricht von: „Etwas-Mehr als Deutung“, das Veränderungen in Gang setzt. Dabei sind Deutungen von „Momenten der Begegnung“ zu unterscheiden, in denen eine neue gemeinsame Erfahrung, eine spezifische Änderung des Beziehungsklimas bewirken und auch eine gewisse Reorganisation innerer Erfahrungen stattfindet. „Moments of meeting“ sind ein Beispiel dafür, dass sich Patient und Analytiker auf sehr existentielle Weise begegnen: individuell von Mensch zu Mensch. Diese Orientierung geht auf Buber zurück und ist als dialogisches Prinzip bekannt.
Jung stellt im Gegensatz dazu das beide verbindende kollektive psychische Feld in den Vordergrund seines Interesses am therapeutischen Prozess. Jung sieht die zwischenmenschliche Beziehung weniger im Sinne eines (sprachlichen) Dialoges oder einer Begegnung, sondern als vergleichbar einem chemischen Laboratorium (1946, GW 16, §358). In diesem treten nach Huber (1998) die psychischen Komplexe und Seelenkräfte der Beteiligten in ein archetypisch immer mitgesteuertes, sich gegenseitig affizierendes Entwicklungs – und Verwandlungsgeschehen über das „Gemeinsam – Sein“ ein (Huber 2000).
Dementsprechend ist nach Jung der therapeutische Königsweg nicht die interpersonale Deutung, sondern die archetypische Deutung, die Amplifikation, d. h. das Anreichern des intrapsychischen Erlebens des Patienten mit mythologischem Material.
Der therapeutische Sinn liegt nach Huber (2000) darin, Teilhabe und Verbundenheit aufscheinen und wirksam werden zu lassen. Intendiert dabei sei eine heilende Arbeit am „Gemeinsam-Sein“. Bei jedem archetypischen Deuten stellt sich die Frage, ob nicht über das kollektive „Gemeinsam-Sein“ eine affektive Begegnung mit dem Patienten abgewehrt wird.

d) Vom primären Narzissmus zum kompetenten Säugling: die archetypische Erwartung

Jung ging davon aus, dass man nicht von einer Individualpsyche des Säuglings sprechen kann. Diese Anschauung Jungs, von der er sich nie distanziert hat, unterstreicht sein damals eingeschränktes Wissen über die frühe Entwicklung.
Von der modernen Säuglingsforschung werden auch die traditionellen Annahmen der psychoanalytischen Metapsychologie der frühen Kindheit in Frage gestellt. Die Vorstellung eines hilflosen und seiner Triebnatur ausgelieferten passiven Wesens wurde durch das Modell eines kognitiv fähigen, umweltbezogenen und kommunikativen, kurz: „kompetenten Säuglings“ ersetzt.
Affektive Kommunikation und Intersubjektivität sind von Beginn des postnatalen Lebens zu beobachten (vgl. Dornes, 2002).
Ich neige zu der weiterführenden Theorie von Braten (s. ausführlich dazu Dornes 2002), nach der die Psyche des Säuglings dyadisch bzw. dialogisch strukturiert ist. Bratens Theorie besagt, dass der Andere nicht erst über die soziale Interaktion im Subjekt entsteht, sondern dass er von Anfang an quasi archetypisch schon dort ist – wenn auch nur als relativ spezifische Erwartung hinsichtlich zeitlicher und expressiver Eigenschaften des Interaktionspartners.
Die Säuglingsforschung bestätigt mit aller Deutlichkeit die Hypothese der vorgegebenen archetypischen Anordnung oder Organisation unseres Erlebens und Verhaltens. D. h. eine geglückte Verinnerlichung findet überhaupt nur statt, wenn der tatsächlich Andere sich in einer Weise präsentiert, die der Säugling als übereinstimmend mit seinem „virtuellen Anderen“ empfindet. Archetypische Dispositionen und Bedürfnisse sind in komplexer Weise mit der Umwelt verwoben, was im Säuglingsalter und in der Kindheit von besonders prägendem Einfluss ist.

Was geschieht, wenn eine archetypische Erwartung nicht eingelöst wird und die Mutter-Kind-Beziehung gestört ist, beschreibt Jung anhand des negativen Mutterkomplexes. Die persönliche Erfahrung ist dann nicht von der Art, dass sie die archetypische Vorstellung zu humanisieren vermag. Das Individuum ist so gezwungen, auf der Basis der archetypischen Vorstellung zu leben.
Jacoby (1998) und Kast (1998) sind sich darin einig, dass diese generalisierten Interaktionsmuster (RIGS) der heutigen Säuglingsforschung eng mit der Jungschen Auffassung von Komplexen korrespondieren. Diese Interaktionsmuster erklären, wie Komplexe als innere Abläufe im Gedächtnis gespeichert werden und warum sie in bestimmten Situationen, die den prägenden Episoden gleichen, konstelliert oder reaktiviert werden.
Bovensiepen (2004) versteht den Komplex als Subnetzwerk aus der Matrix aller verinnerlichten Interaktionserfahrungen des Kindes mit den Objekten. Der Vorteil seines Modells gegenüber der traditionellen Auffassung ist der, dass es prozessorientiert und nicht an statische Inhalte wie z. B. Vaterkomplex oder Mutterkomplex gebunden ist.

e) Vom „Subjekt und Objekt“ zum „Zwischen“: die transzendente Funktion.

Was ist nun dieses ‚Zwischen‘, das mit dem Präfix „inter“ oder als das „Dritte“ zwischen Subjekt und Objekt bezeichnet wird?
Bei Winnicott ist es ein intermediärer Raum der Erfahrung zwischen Innenwelt und Außenwelt. Es ist ein Übergangsraum, der weder zur inneren noch zur äußeren Welt gehört, aber beide zusammenbringt. Es ist der Ort des Spiels, der kreativen Tätigkeit, der Kultur, wo die Übergänge vom Ich zum Nicht-Ich fließend sind. Im Begriff des Übergangsobjekts hat Winnicott auf die Herkunft dieses Raumes verwiesen: Das Feld zwischen dem Säugling und der Mutter in der Phase der Auflösung ihrer symbiotischen Einheit und der beginnenden Symbolbildung.
Das „Zwischen“ verweist auf etwas Drittes zwischen Subjekt und Objekt. Das Dritte ist ein offenes Beziehungsfeld. Etwas Neues, das aus dem analytischen Prozess entsteht und vorher nicht da war. Es ist eine von den beiden am analytischen Prozess Beteiligten gemeinsam geschaffene Konstruktion. (vgl. Ogden, 2001) Das Dritte entsteht intersubjektiv, wird in der wechselseitigen Anerkennung erzeugt und braucht den spiegelnden Anderen (vgl. Altmeyer, 2000).

Die Intersubjektivitätstheorie geht davon aus, dass Verstehen triadisch ist. Das bedeutet, dass beide Subjektivitäten ihre spezielle Ausformung in der Beziehung bekommen. Es meint das auftauchende und sich verändernde Gefühl von „wir“.

Jung sieht im Dritten nicht das Beziehungsfeld und das darin entstehende Neue, sondern entfernt dieses aus dem Bezug zum Anderen. Er kennt nur ein innersubjektives Drittes, die transzendente Funktion: das Ich öffnet sich unter dem Eindruck einer unlösbaren Spannung zwischen den Gegensätzen für ein vermittelndes Symbol, das den Weg vom „Entweder-Oder“ zu einer Synthese der gegensätzlichen Elemente weist.

Mit der transzendenten Funktion wird dieses ‚Dritte‘ geschaffen: Das Symbol ist paradoxer Natur und repräsentiert den dritten Faktor, die dritte Position, die im Bereich der Logik nicht existiert (1940, GW 9, §85).

In der Behandlung kann das Erleben des Symbols zu einem tiefen Gefühl des Verstandenwerdens führen (1917, GW 7, §184). Jung sah in der symbolischen Aktivität eine transformierende Aktivität der Psyche. Allerdings hat er sich weniger dafür interessiert, wie solche Wandlungsprozesse innerhalb der analytischen Beziehung dynamisch funktionieren, sondern vor allem dafür, auf welche Weise sie sich symbolisch abbilden.

Die transzendente Funktion eröffnet meiner Meinung nach keine tatsächlichen Lösungen, sondern höchstens eine Möglichkeit der Veränderung, Sie konstelliert sich nicht innerhalb einer Beziehung zum Du.

In Erweiterung dieser Vorstellung betont Bovensiepen (2002), dass die transzendente Funktion – obwohl bei Jung ‚ein natürlicher Vorgang‘ und damit archetypisch fundiert – nicht einfach spontan wirkt, sondern zu ihrer Entfaltung eine Matrix benötigt, deren Grundmodell die früheste Beziehungserfahrung des Kindes ist, welche dann im Rahmen von Übertragung/Gegenübertragung innerhalb der Behandlungssituation reinszeniert werden kann.

f) Von der Dialektik zum Dialog: Die Gegensatztheorie.

Eine Philosophie der Begegnung findet sich in Martin Bubers dialogischem Prinzip. Darin stehen sich eine Subjekt-Objekt-Relation (Ich-Es) und eine Ich-Du-Beziehung gegenüber. Die Existenz spielt sich im Wechselspiel zwischen der „Sphäre der Subjektivität“ (Ich-Es) und der „Sphäre des Zwischen“ (Ich-Du) ab.
Ideengeschichtlich wurde durch Hegels Entwicklung der Dialektik das Denken in Widersprüchen und Gegensätzen und deren synthetischer Auflösung zum Grundpfeiler der neueren Philosophie. Die Philosophie Hegels gibt die Differenz zugunsten der Anerkennung auf.
Der Dialog dagegen ist (vgl. Goldschmidt 1964) eine Denkhaltung, die die Errungenschaft der Dialektik beibehält, dabei offen bleibt und bewusst These und Antithese gelten lässt. Die gegenseitige Verantwortung wird nicht durch die Aufstellung einer künftigen Synthese ausgeschaltet. Die Abwehr des Widerspruchs und der Vielfalt drückt die Angst vor dem Ganz-Anderen aus, das es nicht geben sollte, aber dennoch gibt.
Liest man die Zitate zur Gegensatztheorie in Jungs Werk, so erleben wir ein fortwährendes Wechselspiel zwischen illusorischer Harmonie und realer Widersprüchlichkeit. Jung schreibt: „Der normale Mensch steht zwischen den Gegensätzen und weiß, dass er sie nie aufheben kann“ (1949, GW 18 II, §1417). Dennoch ringt er in seinem Werk immer wieder um die Utopie einer harmonisch gelingenden Synthese der Gegensätze, als ob sich darin seine Sehnsucht nach einem Paradies spiegele (Jacoby 1980).

2. Warum verliert Jung den Blick auf den Anderen, auf das Du und verharrt im Intrapsychischen?

a) Jungs Abwertung der Dialogik

Trüb (1951), ein Schüler Jungs, vertrat die Meinung, dass die Jungsche Psychologie nicht eigentlich dialogisch, sondern bloß dialektisch zu nennen sei. Jungs Interesse an der Arzt-Patient-Beziehung sei viel zu gering.

So habe Jung sich Trüb gegenüber geäußert: „Das Persönliche ist für mich etwas derart Irrationales und Zufälliges, dass ich damit einfach nichts anfangen kann – da kann ich mir nicht anders helfen: Ich rücke es mir aus den Augen“ (Trüb, 1951, S. 40).
Trüb kritisierte an Jungs Individuationskonzept, dass der Mensch seine wesentliche Bestimmung nicht in der Begegnungsfähigkeit erfahre, sondern in der innerpsychischen Begegnung des Ich mit den Schichten des Unbewussten, also letztlich im Prozess des psychologischen Selbstbezugs. Er wendet sich gegen Jungs introvertierte und seiner Meinung nach gnostische Grundhaltung und seine existentiell gewollte Weltabkehr.

b) Persönliche Gleichung und Theoriebildung

Es macht sicher Sinn, die Wechselwirkung von persönlicher Gleichung auf der einen und Theoriebildung auf der anderen Seite zu durchleuchten.

Jungs „Vernachlässigung konkreten Weltbezugs“ (Evers, 1987) sehen einige Autoren (Winnicott, 1964; Eissler, 1982; Feldmann, 1992; Huber, 1995) in der frühen Mutter-Kind-Beziehung begründet, die schwersten Belastungen ausgesetzt war. Seine metapsychologische Theoriebildung hat ohne Zweifel bestimmte defensive und reparative Funktionen erfüllt, als er versuchte, seine lebhaften subjektiven Erfahrungen zu verarbeiten. Der Wechsel zum objektiven Standpunkt (Theoriebildung) befreit die Psyche von der Zerrissenheit und den unerträglichen Konfliktspannungen (Lesmeister 1997).

c) Jungs Verständnis des Selbst

Ich verstehe das so, dass Jungs subjektive Welt von schmerzhaften Erfahrungen der Selbstauflösung und Selbstentzweiung geprägt war, denen er ein ideales Selbst von integrierter Harmonie, Versöhnung und transzendenter Ganzheit gegenüberstellte. Jungs Entwurf des Selbst zeigt ein relativ geschlossenes System, in dem von der Interaktion mit dem Anderen nicht viel zu bemerken ist. Das Selbst ist dem Ich übergeordnet und enthält das Potential zur Integration der gesamten Persönlichkeit. Jung spricht vom Selbst als dem Persönlichkeitszentrum und als den zentralen Archetypus.

d) Das Unbewusste als handelndes Subjekt:

Jungs Behauptung, dass das kollektive Unbewusste universell und transpersonal sei, wirkt wie eine Verwirklichung des Traumes, aus seiner verschlossenen Einzigartigkeit, seiner Einsamkeit und Entfremdung von anderen Menschen auszubrechen, um über die Wendung nach innen eine Verbindung zum Rest der Menschheit zu schaffen.

Folgerichtig erwächst Heilung bei Jung aus der Introversion. Sie ist aber nur möglich, wenn dem Unbewussten eine eigene aktive Rolle eingeräumt wird: die Möglichkeit, „heilende Symbole“ zu schaffen, sie mit Vergangenem und Zukünftigen zu verbinden und dem Bewusstsein (z. B. über Träume) zugänglich zu machen.

Statt über die Kommunikation mit dem Anderen, wie in den frühen Schriften, geht es für Jung vorwiegend um die Kommunikation des Bewusstseins (d. h. die dialektische Auseinandersetzung) mit dem Unbewussten. Dabei wird dieses handelndes Subjekt.

Auch die Regression sieht Jung primär als introversiven Vorgang. In diesem Verständnis von Regression fehlt der Blick auf die Möglichkeit der realen korrigierenden Erfahrung in der analytischen Situation.

3. Das intersubjektive Selbst

Die Theorie der intrapsychischen Heilung erkennt zwar den Beitrag des Objekts zum Subjekt an, konfrontiert aber das Subjekt nicht völlig mit dem äußeren Anderen. Sie hat keine Kritik am Begriff des in sich geschlossenen, unabhängigen Selbst entwickelt.

Winnicott gilt als Pionier einer intersubjektiven Genese des Selbst. Das Selbst entsteht aus der Spiegelerfahrung mit dem „Anderen“ (Altmeyer 2000, S. 206). Insbesondere die Fähigkeit „sich mit den Augen der Anderen zu sehen“, gilt inzwischen auch in der Neurobiologie als intersubjektive Voraussetzung für die Entstehung eines Gefühls eigener Identität.

Die intersubjektive Anerkennung kann als Kern einer gelungenen Identitätswicklung betrachtet werden (Benjamin 1996). Paradoxerweise ermöglicht dabei „die Zerstörung des Objektes“ (Winnicott 1974) den Übergang von einem nur intrapsychischen Bezug auf den Anderen zu seiner Benutzung.
Benjamin sieht hierin die grundlegende Spannung zwischen Verleugnung und Bestätigung des Anderen, zwischen Allmachtsphantasie und Anerkennung der Realität. Indem das Kind akzeptiert, dass die fortgehende Mutter nicht schlecht ist sondern nur unabhängig, gewinnt es die eigene Unabhängigkeit.

Es entsteht ein Bild des Selbst, das intrapsychisch unterschiedliche Stimmen, Asymmetrie und Widerspruch zulässt, Ambivalenz aushalten kann und darauf verzichtet, ein nahtlos einheitliches Bewusstsein zu schaffen.

4. „Die Arbeit des Negativen“ als Widerspruch im Intersubjektiven

Kritik an den intersubjektivistischen Ansätzen (z. B. von Honneth) kommt vor allem mit dem Vorwurf eines fortschreitenden Verschwindens der „Arbeit des Negativen“. Menschliche Aggression ist für Whitebook (2001), in Anlehnung an Freud, ein Stück unbesiegbarer Natur, also biologisch gegeben. Er ist gegen die Definition des Selbst als Produkt sozialer Interaktion und postuliert deshalb die Existenz eines vor-repräsentalen oder vor-reflexiven Selbst.
Im Anerkennungsmodell von Honneth (2000) ist das Subjekt von Anfang an intersubjektiv konstituiert. Für ihn gibt es keine konstitutive Aggressivität und keine primäre Asozialität des Selbst. Aggressivität ist eine reaktive Bewältigung von Versagungen und Verletzungen.
Dem Kind wird vor allem durch den Zwang zur Anerkennung einer unabhängigen Interaktionswelt eine schwer kompensierbare Verletzung zugefügt, die zeitlebens als Tendenz zur Wiederherstellung symbiotischer Einheiten wirksam ist. Der entscheidende Unterschied zwischen der intersubjektiven und der orthodoxen Auffassung ist, dass diese Negativität nicht als Mitgift unserer Triebnatur begriffen wird.

Wie Lacan betont Warsitz (2003) die Rolle des „Begehrens“, das für ihn eine ödipale Konfiguration ist. Der Ödipuskomplex und die symbolische Rolle der Kastration bleiben zentraler Ansatzpunkt der intersubjektiven Perspektive, weil die Anerkennung des Begehrens das Ergebnis der Anerkennung der Kastration ist, da wir nie dauerhaft in der Lage sind, das Begehren des Anderen (Mutter) zu wecken. Diese Mangelposition, in der wir stets verbleiben, ist der dynamische Ursprung unserer Ich-Entwicklung (ebd. S. 351).
Das Paradoxon der Anerkennung (Benjamin, 1996) besteht darin, dass nur eine Anerkennung des unbewussten Begehrens, nicht das bewusste Bedürfnis nach Anerkennung durch einen Anderen, eine wie auch immer fragile Homöostase ermöglicht. Es liegt also nahe, dem Wunsch nach Anerkennung die ‚Anerkennung des Begehrens‘ gegenüberzustellen. Die Anerkennung kommt ohne die intersubjektive Dimension des Hasses nicht aus.
So ist auch die korrigierende emotionale Erfahrung in der psychoanalytischen Therapie immer begleitet durch das Paradoxon der gleichzeitigen Mangelerfahrung der asymmetrischen Beziehung. Dieses Paradoxon ist auch im analytischen Prozess nicht auflösbar. Es ist ein Motor für Entwicklung und Reifung. Die Unmöglichkeit, den Beziehungswunsch, das Begehren zu realisieren, führt zum Mangel. Bleibt dieser unbewusst, kommt es zur wechselseitigen Verletzung. Die Intersubjektivitätstheorie versucht weitgehende Symmetrie in Anerkennung der grundsätzlichen asymmetrischen Beziehung zu erreichen und läuft u. a. Gefahr, die Dimension des Begehrens dabei zu verleugnen.
Die Jung’sche Theorie hat ebenfalls eine weitgehende symmetrische Sicht der therapeutischen Beziehung, beinhaltet aber die Gefahr einer ebensolchen Täuschung des Patienten, indem dieser auf die introvertierte Individuation (Braun) zurückverwiesen wird.

Hier zeigt sich meiner Meinung nach das wichtigste Ergebnis der Honneth-Whitebook-Diskussion. „Die Arbeit des Negativen“ als Ausdruck des unbewussten Begehrens widerspricht dem Anerkennungsmodell der Intersubjektivität, relativiert oder verneint es aber nicht, sondern bleibt als Stachel oder bleibende Unversöhntheit bestehen. Die dialogische Sichtweise der Intersubjektivität beinhaltet geradezu das Aushalten dieser Widersprüchlichkeiten.

5. Therapeutische Konsequenzen der Intersubjektivität

Wenn wir also über die Intersubjektivität und deren therapeutischen Konsequenzen nachdenken, muss dieser ödipale Stachel immer mitbedacht werden. Die Asymmetrie, die eine bleibende Grundbedingung der analytischen Beziehungen ist, kann als sehr verletzend empfunden werden. Manchmal hören wir Sätze wie: „Es ist keine auf Gleichheit beruhende Beziehung – es ist eine bezahlte Freundschaft“ etc. Hierin steckt neben aller Übertragung eine tiefe Wahrheit, die als Mangel oder Schmerz anerkannt werden muss. Psychoanalyse ist eine wechselseitige, aber asymmetrische Verbindung.

Wie aber heilt die Psychoanalyse? Hier kommt Orange (2004) auf eine einfache Antwort: Das „Verstehen“ heilt. Die Beziehungserfahrung, und die emotionale Verfügbarkeit des Analytikers eröffnet eine Chance zur zweiten Entwicklung einer primären Selbstobjekt- Bezogenheit. Grundlage dafür ist die Bereitschaft und Fähigkeit des Analytikers, in das emotionale Leben des Patienten einzutauchen: „Psychoanalytisches Verstehen heißt, Sinn gemeinsam herzustellen“ (ebd. S. 25).
Vergleicht man Jungs frühe Schriften (Praxis der Psychotherapie, GW 16), so finden sich teilweise wörtliche Übereinstimmungen mit der intersubjektiven Sicht (vgl. Orange 2004) wenn er z. B. sagt: „ … dass psychische Einwirkung die Wechsel-wirkung zweier psychischer Systeme ist“ (1935, GW 16, §1). Jungs Ideen waren so modern, dass sie 80 Jahre später in der psychoanalytischen Theoriebildung fast wortwörtlich wieder auftauchen.

Mir geht es in dem Diskurs um die Intersubjektivität und das dialogische Prinzip um mehr Aufmerksamkeit für diese Ebene und die vielschichtige gegenseitige Beeinflussung, die in der Arbeit mit unseren Patienten stattfindet. Die Intersubjektivität negiert das Intrapsychische nicht, sondern erweitert es um die Dimension des Anderen.

Literatur

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